Paradigmen des Widerstands

Ich liebe Leselisten. Sie zeigen so herrlich auf, dass schon immer mehr geschrieben wurde, als ein einzelner lesen kann. Und doch stacheln sie dazu an, dieser biologischen Tatsache Widerstand zu leisten.

Der Titel dieser Leseliste ist an den einer meiner allzeitlichen Favoriten geschuldet: Den Paradigmen der Weltliteratur, zusammengestellt von Vertretern der Komparatistik der Uni Bochum.

Sie ist permanent unvollständig. Erweitert wird sie – unbemerkt – durch Empfehlungen, Entdeckungen und Antipoden. Mit dem Ziel zu zeigen, dass schon immer Widerstand geleistet wurde – und zwar von allen gegen alle. Von links nach rechts ist (fast) alles vertreten. Und die Entscheidung, was gelesen werden soll, liegt damit nicht mehr in meiner Hand.



ALTERTUM

  • Aristoteles: Politik (Link)
  • Marcus Tullius Cicero: De re publica (Link)
  • Herodot: Historien (Link)
  • Konfuzius: Gespräche (Link)
  • Platon: Der Staat (Link)
  • Sūnzǐ: Die Kunst des Krieges (Link)

MITTELALTER

  • Augustinus: Der Gottesstaat (Link)
  • Dante Alighieri: Monarchia (Link)

RENAISSANCE / FRÜHE NEUZEIT

  • Étienne de La Boétie: Abhandlung über die freiwillige Knechtschaft (Link)
  • Niccolò Machiavelli: Der Fürst (Link) / Discorsi (Link)
  • Thomas Morus: Utopia (Link)
  • William Shakespeare: Der Widerspenstigen Zähmung (Link)

17. JAHRHUNDERT

  • John Locke: Zweite Abhandlung über die Regierung (Link)
  • Thomas Hobbes: Leviathan (Link)

18. JAHRHUNDERT

  • Edmund Burke: Betrachtungen über die Französische Revolution (Link)
  • Adam Ferguson: Versuch über die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft (Link)
  • Immanuel Kant: Zum ewigen Frieden (Link) / Grundlegend zur Metaphysik der Sitten (Link)
  • Charles de Secondat, Baron de Montesquieu: Vom Geist der Gesetze (Link)
  • Jean-Jacques Rousseau: Vom Gesellschaftsvertrag (Link)
  • Anne Robert Jacques Turgot: Über die Fortschritte des menschlichen Geistes (Link)
  • Giambattista Vico: Prinzipien einer neuen Wissenschaft über die gemeinsame Natur der Völker (Link)

19. JAHRHUNDERT

  • Georg Büchner: Dantons Tod / Der Hessische Landbote (Link)
  • Gustave Le Bon: Psychologie der Massen (Link)
  • Carl von Clausewitz: Vom Kriege (Link)
  • Fjodor M. Dostojewskij: Verbrechen und Strafe (Link)
  • Søren Kierkegaard: Die Krankheit zum Tode (Link)
  • Heinrich von Kleist: Prinz Friedrich von Homburg (Link)
  • Karl Marx/Friedrich Engels: Manifest der Kommunistischen Partei (Link)
  • Karl Marx: Das Kapital (Link)
  • Friedrich Nietzsche: Götzen-Dämmerung (Link)
  • Henry David Thoreau: Ziviler Ungehorsam (Link)
  • Alexis de Tocqueville: Über die Demokratie in Amerika (Link)

20. JAHRHUNDERT

  • Louis Althusser: Das Kapital lesen (Link)
  • Hannah Arendt: Vita activa (Link)
  • Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Notizen aus dem beschädigten Leben (Link)
  • Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht (Link)
  • Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (Link)
  • Ernst Bloch: Experimentum Mundi (Link) / Das Prinzip Hoffnung (Link)
  • Ray Bradbury: Fahrenheit 451 (Link)
  • Albert Camus: Der Mensch in der Revolte (Link)
  • Elias Canetti: Masse und Macht (Link)
  • Jacques Derrida: Marx’ Gespenster (Link) / Politik der Freundschaft (Link)
  • Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen (Link)
  • Antonio Gramsci: Die Gefängnishefte (Link)
  • Wolfgang Fritz Haug: Kritik der Warenästhetik (Link)
  • Martin Heidegger: Wegmarken (Link)
  • Hans Jonas: Der Gottesbegriff nach Auschwitz (Link)
  • Ernst Jünger: Der Waldgang (Link)
  • Hans Kelsen: Reine Rechtslehre (Link)
  • Reinhart Koselleck: Kritik und Krise (Link)
  • Hans Maier: Die ältere deutsche Staats- und Verwaltungslehre (Link)
  • Curzio Malaparte: Technik des Staatsstreichs (Link)
  • Herbert Marcuse: Der eindimensionale Mensch (Link)
  • Alexander Mitscherlich / Fred Mielke (Hg.): Medizin ohne Menschlichkeit (Link)
  • Oskar Negt, Alexander Kluge: Geschichte und Eigensinn (Link)
  • José Ortega y Gasset: Der Aufstand der Massen (Link)
  • George Orwell: 1984 (Link)
  • Gustav Radbruch: Rechtsphilosophie (Link)
  • Morton Rhue: Die Welle (Link)
  • Carl Schmitt: Der Begriff des Politischen (Link)
  • Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlands (Link)
  • Hans und Sophie Scholl: Briefe und Aufzeichnungen (Link)
  • Leo Trotzki: Literatur und Revolution (Link)
  • Simone Weil: Anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien (Link)
  • Peter Weiss: Die Ästhetik des Widerstands (Link)
  • Uwe Wesel: Geschichte des Rechts (Link)
  • Ludwig Wittgenstein: Tractatus logico-philosophicus (Link)

21. JAHRHUNDERT

  • Chantal Mouffe: Über das Politische (Link) / Agonistik (Link)
  • Jacques Rancière: Zehn Thesen zur Politik (Link)
  • Volker Weiß: Die autoritäre Revolte (Link)
  • Markus Zusak: Die Bücherdiebin (Link)

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