Hartmut Leppin: „Justinian – Das christliche Experiment“

Manche Phasen der Geschichte, die einst ernsthaft kritisch waren, brennen sich in das kollektive Gedächtnis der ganzen Welt ein. Andere werden nicht mit diesem Wert belegt oder verlieren ihre Bedeutung durch eine Umgewichtung der gesellschaftlich vorherrschenden Meinungen. Gewalttaten erscheinen so geringer schlimm und moralischer Wandel als weniger wirkungsvoll.

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Kollektive Archivarbeit: „Eine Geschichte des modernen Gelsenkirchen in 25 Objekten“

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Jeder Mensch hat eine natürliche Schwelle eingebaut, die leicht zu übertreten ist, doch von der es danach schwer ist wieder zurückzukehren: Die Schwelle des Vergessens.

Das Vergessen hat ein positives, helles Gegenstück: Das Erinnern. Schiebt das Vergessen Erfahrungen, Wissen, Bedeutungen ins anziehende Dunkel, so zieht sie das Erinnern unter großer Anstrengung, gegen den Widerstand der Schwelle des Vergessens, wieder hervor.

Zwischen diesen beiden eingebauten Eigenschaften des Menschen steht immer ein Ort. Dieser Ort ist das Archiv. In uns drin heißt dieses Archiv Gehirn, außen hat es andere, oft geografisch bestimmte Namen. Unser Gehirn ist ein Archiv des Einzelnen, alle anderen gehören Kollektiven.

Alle Archive sind auch Institutionen. Unser Gehirn ist Institution unseres Selbst, Archive wie das des Instituts für Stadtgeschichte in Gelsenkirchen ist eine Institution dieser bestimmten Stadt – in diesem Fall der Stadt meiner Herkunft.  Weiterlesen „Kollektive Archivarbeit: „Eine Geschichte des modernen Gelsenkirchen in 25 Objekten““