Patrick Boucheron: „Gebannte Angst. Siena 1338“

Was kommen einem nicht alles für Gedanken angesichts von Kunstwerken. Auf jeden Fall viel zu viele, um sie irgendwie zu organisieren, aber doch immer auch irgendwie so zusammenhängend, dass man meint, sie in Eines fassen zu können. Weiterlesen „Patrick Boucheron: „Gebannte Angst. Siena 1338““

Die große Regression

Seit knapp zwei Wochen ist das Buch „Die große Regression“ – englisch „The Great Regression“ – jetzt im Handel erhältlich. 15 internationale Forscher und Intellektuelle beschreiben in ihm mithilfe von ebenso vielen Essays aus ihrer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Perspektive, in welche Richtung sich „die Welt bewegt“.  Wer sich vor dem Buchkauf schon mit den Thesen dahinter befassen will, kann das dank der zugehörigen Webseite problemlos tun.

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Kollektive Archivarbeit: „Eine Geschichte des modernen Gelsenkirchen in 25 Objekten“

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Jeder Mensch hat eine natürliche Schwelle eingebaut, die leicht zu übertreten ist, doch von der es danach schwer ist wieder zurückzukehren: Die Schwelle des Vergessens.

Das Vergessen hat ein positives, helles Gegenstück: Das Erinnern. Schiebt das Vergessen Erfahrungen, Wissen, Bedeutungen ins anziehende Dunkel, so zieht sie das Erinnern unter großer Anstrengung, gegen den Widerstand der Schwelle des Vergessens, wieder hervor.

Zwischen diesen beiden eingebauten Eigenschaften des Menschen steht immer ein Ort. Dieser Ort ist das Archiv. In uns drin heißt dieses Archiv Gehirn, außen hat es andere, oft geografisch bestimmte Namen. Unser Gehirn ist ein Archiv des Einzelnen, alle anderen gehören Kollektiven.

Alle Archive sind auch Institutionen. Unser Gehirn ist Institution unseres Selbst, Archive wie das des Instituts für Stadtgeschichte in Gelsenkirchen ist eine Institution dieser bestimmten Stadt – in diesem Fall der Stadt meiner Herkunft.  Weiterlesen „Kollektive Archivarbeit: „Eine Geschichte des modernen Gelsenkirchen in 25 Objekten““

Herbert Molderings: „Marcel Duchamp“

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Magie, Zylinderkolben, Cartesianismus, Phasenzerlegung, alchemistische Parabel, Betrachtungsakt, Analysis Situs, Kaminhauben, Apotheker, Versandkataloge; Schach.

Nichts davon bezeichnet Marcel Duchamp, aber zugleich alles. Ein Künstler, der alles zulässt und zugleich nichts. Weiterlesen „Herbert Molderings: „Marcel Duchamp““

Primo Levi: „Ist das ein Mensch?“

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Ein Mensch ist man immer, hin oder her. Eine Ansicht, welche einigen missfallen mag, die sich aber auch schnell wieder beruhigen dürfen: Denn von einem Menschen zu reden ist absolut nicht dasselbe. Nicht einmal das gleiche. Weiterlesen „Primo Levi: „Ist das ein Mensch?““