Poesi: Der erste Pressespiegel

Gestern feierte Poesi, meine erste App, ihren ersten Monat im App Store und im Google Play Store. Nicht nur haben viele Menschen mein Angebot wahrgenommen, mich mit einem Kauf finanziell zu unterstützen – danke an alle, die das eventuell lesen! – sondern ich habe auch Zuschriften von vielen interessierten LeserInnen erhalten, die wertvolle Vorschläge zur Zukunft der App eingesandt haben. Ich bin bereits daran, diese zu sondieren und erste von ihnen umzusetzen.

Auch Pressevertreter, Verleger und neue Freunde von Poesi haben zu dem Erfolg beigetragen mit ihren Artikeln, Posts und Empfehlungen. Folgende Artikel möchte ich dabei besonders herausheben:

So viel Resonanz! Ich bin bestärkt – und freue mich auf die nächsten Monate!

„Alles andere steht in meinem Roman“: Briefwechsel von Wolfgang Hildesheimer

Was könnte es als Einstieg in einen neuen Lebensabschnitt dieses Blog geben, als ein Buch, für das sich kaum jemand interessiert – aber das völlig zu unrecht?

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Die alternative Kraft meiner hiesiegen Versuche setzt sich ab sofort ein bescheideneres Ziel: Aufmerksamkeit für Bücher generieren, die eine solche verdient hätten, doch nie bekommen werden. Das ist schon ziemlich viel Widerstand – und, wie ich mittlerweile verstanden habe, höchst politisch.

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Überforderung

Wer fordert eigentlich bei Überforderung? Wohl eher ist es Übererwartung. 

Ich glaube es ist ein gutes Zeichen für die Widerstandsfähigkeit, in Zeiten der Überforderung mehr Bücher zu beginnen als abzuschließen. Mehr Gedanken fallen zu lassen – und sie doch genauso zu lieben wie die fertigen. Aber vielleicht ist das auch nur ein Traum. 

Poesi: Mein persönliches Lieblingsgedicht

Der Start von Poesi, nachdem er am Montag und Dienstag doch kurz auf der Kippe stand, lässt sich jetzt tatsächlich extrem gut an! Daher bin ich damit auch voll okkupiert und möchte gerade nur ein wenig von dem ganzen Trubel, den so eine Veröffentlichung mit sich bringt, distanzieren – und zwar mit einem meiner aktuellen Lieblingsgedichte, die ich ohne die App nicht kennengelernt hätte.

Es ist von Ernst Stadler und heißt

Winteranfang

Die Platanen sind schon entlaubt. Nebel fließen. Wenn die Sonne einmal durch den Panzer grauer Wolken sticht,
Spiegeln ihr die tausend Pfützen ein gebleichtes runzliges Gesicht.
Alle Geräusche sind schärfer. Den ganzen Tag über hört man in den Fabriken die Maschinen gehn –
So tönt durch die Ebenen der langen Stunden mein Herz und mag nicht stille stehn
Und treibt die Gedanken wie surrende Räder hin und her,
Und ist wie eine Mühle mit windgedrehten Flügeln, aber ihre Kammern sind leer:
Sie redet irre Worte in den Abend und schlägt das Kreuz. Schon schlafen die Winde ein. Bald wird es schnei’n,
Dann fällt wie Sternenregen weißer Friede aus den Wolken und wickelt alles ein.

Veröffentlicht in Lyrik