Lyrik/Barriere #3: Karoline von Günderrode – „Der Adept“

Wissen und Weisheit – sie zählen nicht, das ist schwierig zu begreifen. Beweisen kann das jemand, dessen Dichtung das Unbekannte darum herum so einfach fasst, wie Karoline von Günderrode. Weiterlesen „Lyrik/Barriere #3: Karoline von Günderrode – „Der Adept““

Vorfrühling im Hochsommer

Mir ist heute ein wenig mystisch zumute. Ich habe etwas lang Aufgegebenes wiederbelebt und bin aufgeregt. Ich kann noch nicht darüber reden, aber bald.

In solchen Stunden wäre ich gern ein echter Dichter, den es dauernd verlangt, über Sehnsucht zu schreiben. Aber ich überlasse es lieber jemand anderem, der mir außerdem den Wunsch nach Windkühlung erfüllt, mir Schwitzendem: Weiterlesen „Vorfrühling im Hochsommer“

Jules Barbey d’Aurevilly: „Die Gebannte“

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Ich fühle mich immer geborgen, wenn ich sehe, wie Verlage ihre Traditionen pflegen. Ein Haus, das verleugnet, wo es seine Wurzeln hat, verzettelt sich schnell; Buchreihen sind das beste Mittel dagegen – und außerdem eine Freude für Sammler.

Leser französischer Literatur (in deutscher Übersetzung) haben derzeit beim Verlag Matthes & Seitz Berlin die Möglichkeit, mit einer derartigen Sammlung zu beginnen, die aber dennoch weiter zurückreicht, als ihre erste Veröffentlichung. Denn dort wurde eine Neugestaltung der Reihe „Französische Bibliothek“, einer der Grundpfeiler der Verlagsgeschichte, vorgenommen.

Nun ist Anfang des Monats der zweite Band im neuen Gewand erschienen, eine Neuauflage einer klassischen Übersetzung von Jules Barbey d’Aurevillys Roman „Die Gebannte“ ins Deutsche, durch den Schauspieler, Dichter und Lebenskünstler Alastair. Sie wurde im Verbund mit Materialien zum Werk von diversen Epigonen abgedruckt.

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Stefan Mesch über das Leben als Leseliste

2013 übernahm Amazon das Online-Portal Goodreads.

Ich habe auch bis vor wenigen Monaten Goodreads verwendet, um die Bücher nachzuhalten, die ich gelesen habe.

Dann fällte ich die Entscheidung, es nicht mehr weiter zu nutzen, da es in meinem Leseleben immer weniger um Spaß und Leidenschaft ging, als um Leistung. Ich wollte bestimmte Leseziele erreichen – und plante hin und wieder meine Lektüre danach, diese Ziele zu erreichen.

Stefan Mesch glaubt in seinem Kommentar von vor vier Jahren – der direkt über die obige Überschrift erreichbar ist –, dass diese Ökonomie des Lesen durch den Einfluss durch Amazon noch weiter zunehmen wird. Ich teile diese Ansicht noch heute.

Zum nächsten Buch muss das Gefühl führen, kein Plan.


Anmerkung (über die Fehlerhaftigkeit mancher Recherche): Ich glaubte bis zur Veröffentlichung dieses Beitrags, dass der Artikel von Herrn Mesch aktuell ist. Dies wurde nach einem Hinweis korrigiert. Der Rest meiner Meinung musste zum Glück nicht abgeändert werden, er besteht auch so noch.