Marsilio Ficino: Platonische Theologie

Begonnen am 2. Juni 2018.

4. Juni, 07.35 Uhr: Gestern bis zum Ende des ersten Buches gekommen, in dem bereits kompakt die fünfschrittige Seelenphilosophie Ficinos dargelegt wird. Für ihn sind das niederste Element die Materie und ihre Form bzw. auf Stufe zwei noch ihre Qualität, darauf folgt in der Hierarchie die Seele, dann Engel und schlussendlich Gott. Sie unterscheiden sich durch Grade der Belebtheit, Bewegtheit und Unsterblichkeit, wobei Gott das einzige unbewegliche und unsterbliche ist – ein aristotelischer Gedanke in einer platonischen Aufstiegsphilosophie des Geistes. Ficino benutzt ungewöhnliche, höchst literarische Bilder zur Veranschaulichung, pädagogisch und anspruchsvoll zugleich, Erziehungslehre für besser Gestellte quasi.

2 Kommentare zu „Marsilio Ficino: Platonische Theologie

  1. Gut zu wissen: Das zentrale Anliegen in Ficinos Leben war der Nachweis der individuellen Unsterblichkeit der Seele. Mit seiner Verteidigung der individuellen Unsterblichkeit wandte sich Ficino gegen die Auffassung von Aristotelikern.

    1. Genau, gegen Aristoteliker, nicht gegen Aristoteles selbst. Hauptziel war Averroes, der die These aufgestellt hat, dass das Universum eine allganze Seele hat, die unsterblich ist, nicht so aber das Individuum. Ging Ficino gegen den Strich und er sticht Averroes immer wieder mit Zitaten von Aristoteles, den Averroes bekanntlich als „der Kommentator“ bis in den letzten Winkel arbeitet hat, aus.

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