Deutsche Renaissancelyrik. Besorgt von Rudolf Borchardt

Begonnen am 20. Mai 2018.

21. Mai 14.37 Uhr: Gestern abend nur sporadisch geblättert, heute morgen wirklich begonnen. Die Lyriksammlung wurde von Rudolf Borchardt halb konzipiert, aber nie wirklich veröffentlicht. Das wurde in Kooperation mit dem DLA Marbach nachgeholt. Verzeichnet sind auf knapp 350 Seiten mit wissenschaftlichem Anhang von weiteren rund 200 Seiten anonyme Gedichte aus dem 16. und dem anfangenden 17. Jahrhundert. Sie handeln von Liebe, Verlassenwerden und Gott – ein enger Kreis der, wenn anmutig wiederholt, einiges an Zauber hat. Habe die Namen Jakob Regnart und Orlando di Lasso kennengelernt und bin über letzteren auf eine Aufnahme des Chors der sixtinischen Kapelle und deren Darbietung des Miserere von Allegri gestoßen.

22. Mai, 15.51 Uhr: Hatte die Chance, mich bis jetzt mehrere Stunden am Stück mit den Gedichten zu befassen. Faszinierend: Die Wiederkehr der Themen (Jagd, verzehrendes Feuer etc.) und Borchardts Anordnung, die in wiederkehrenden Punkten zu zeigen versucht, dass diese auch innerhalb einer Sammlung manchmal beinah gleiche Ergebnisse zeitigten. Außerdem sind Variationen in der Strophenform beim andauernden Lesen immer auffälliger, genauso wie Nennungen antiker Topoi, die noch bei weitem nicht Allgemeingut gewesen sein dürften.


Zur verwendeten Ausgabe -> Link

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