Thomas Mann: Späte Erzählungen

Begonnen am 17. Mai 2018.

18. Mai 2018, 23.28 Uhr: Die ersten drei Erzählungen gelesen: Herr und Hund, den Gesang vom Kindchen und Unordnung und frühes Leid – die drei Liebesgeschichten von Thomas Mann, wie ich sie als Gruppe sehe. Die letzte ist die schönste.

21. Mai 2018, 14.01 Uhr: Heute in einem Rutsch Mario und der Zauberer gelesen, wie Unordnung und frühes Leid nicht zum ersten Mal. Hatte aber vergessen, wie es endet. Ein Meisterstück, aber wieder distanzierter als Lorchen in Unordnung und frühes Leid. Ich würde auch sagen, dass es der heutigen Situation nicht aufklärerisch entgegenstehen könnte, es ist deutlich gegenwartskritisch in einer vergangenen Zeit.

25. Mai 2018, 09.48: Habe Die vertauschten Köpfe schon vor drei Tagen angefangen, aber nur sporadisch, unterwegs. Das erste Drittel war aber nicht nur deshalb eher schwach, es dauert seine Zeit, die im Vergleich zum Zauberberg oder dem Joseph dezidierter gesellschaftskritisch austarierte Intensität der Ironie zu verinnerlichen. Der staunende Moment, in dem klar wird, wie wenig die Figuren einem bislang eigentlich bekannt waren, kommt dann am richtigen Moment und es wird rasant, fließend, rein und voller innerer Konsequenz. Ein beeindruckendes Stück Literatur.


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