Das Programm für 2018

Es passt zeitlich optimal: Ende 2017 begann meinem Drang zur Politisierung die Puste auszugehen. Ich nahm Zuflucht bei Gedichten. Sie halfen mir durch den Winter – und nun kommt die Sonne wieder häufiger bis in mein Zimmer und ich beginne, wie in jedem Jahr um diese Zeit, meiner Lesesehnsucht neuen Stoff zu beschaffen.

Das ist 2018 besonders ernst, denn es stehen einige Veränderungen an, die Stützen brauchen. Wobei ich mir dann dachte: Welche Stützen sind besser dafür geeignet, sich an ihnen aufzurichten als solche, die Aufrichten notwendigerweise einfordern? Die das entfachen, was es überhaupt möglich macht, ein breiteres (selbstredend nur intellektuelles, nicht physisches) Rückgrat zu formen. Die Riege der heute sogenannten „Klassiker“, von denen ich auch im letzten Jahr einige unter politischen Aspekten gelesen habe, schienen mir nicht auszureichen.

Also habe ich eine neue Leseliste erstellt. In diese Leseliste werfe ich mich hinein – und „Worte des Widerstands“ werden 2018 Worte sein, die ich anhand der Erlebnisse mit den größten Büchern der Welt noch finden werde. Wie viele es sein werden, weiß ich noch nicht. Aber es geht schon bald los, denn zwei der erst einmal vierzig Bücher habe ich schon gelesen.

Das Programm für 2018 ist der Versuch eines Programms, über das nichts mehr hinauszugehen scheint – und der Versuch, darüber hinauszugehen.

1 Kommentar zu „Das Programm für 2018“

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