Wolfgang Tillmans und die Kunst der Wahl

Bildschirmfoto 2017-09-21 um 07.52.03

Wolfgang Tillmans macht seine eigene Kunst zu Wahlplakaten zum selberdrucken – ironisch? Keinesfalls.

Die Nutzbarmachung seiner Kunst – und seines Namens – hat ein klares Ziel: Zum Wählen gegen die AfD zu mobilisieren. Bürgerlicher Widerstand aus dem Schönen heraus, voll hinein ins Ernste.

Der Fotograf selbst formuliert das auf seiner Webseite dann so:

Liebe Freunde und Kollegen,

es besteht die reale Gefahr, dass viele Menschen am 24. September zu Hause bleiben, weil sie glauben, das Wahlergebnis bereits zu kennen.

Die Mitte der Gesellschaft wähnt sich in Sicherheit, während die AfD für die letzten Tage des Wahlkampfes eine massive Internetkampagne plant. Dabei nutzt sie die Dienste der amerikanischen Agentur Harris Media, die bereits im vergangenen Jahr geholfen hat Brexit und Trump durchzusetzen. Sie wird eine für Deutschland bisher ungekannte Polemik einsetzen.

Ihre Werbemittel appellieren an nationalistische Ressentiments und sie hoffen 15% der Stimmen zu bekommen. Damit könnte es sein, dass sie die stärkste Oppositionsfraktion werden und in jeder Bundestagssitzung als erste nach der Regierung sprechen. Dann hätten sie die Möglichkeit, wie schon in den Landtagen bewiesen, scheibchenweise Tabubrüche vorzunehmen und rechtsradikales Gedankengut zu normalisieren.

Es ist ein lesenswerter Text, der an dieser Stelle, die vielen schon bedrängend und appellierend genug erscheinen dürfte, noch nicht zu Ende ist.

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