Egon Ammann

Der zweiter Widerständige, diesmal einer der Literatur, ist vor drei Tagen gestorben.

Etwas anders als bei Martin Roth geht es mir der Todesfall von Egon Ammann nahe, denn sein Name steht vielfach in meinem Wohnzimmer: auf Buchrücken.

Ohne Ammann hätte ich nie meine so dauernde Liebe zu Fernando Pessoa entwerfen können. Ein Buch, auf dem ammann gedruckt ist, darf mit Sicherheit immer, mindestens zu Teilen, sich als bedeutsam schätzen.

Alles Wichtige zu Ammanns Leben erzählt die NZZ:

[K]einer tanzte verwegener auf dem Hochseil der Verlegerei als Egon Ammann; kein Abgrund schreckte ihn, je gähnender, desto willkommener. Er stürzte sich in jedes Abenteuer, manchmal fiel er, und es kümmerte ihn nicht; manchmal aber zauberte er, und es sah ganz einfach aus.

Eine Webseite mit einem Verzeichnis aller Bücher seines Hauses, das 2010 die Tore schloss, gibt es immer noch. Sie ist eine Schatzgrube.

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