Über 35 Grad 

„DIE WÜSTE WÄCHST, WEH DEM DER WÜSTEN BIRGT.“

In den Schleierpfützen meines Schweißes werde ich zum Ausstellungsobjekt für das Flirren, die Fliegen, mein Hemd zum letzten Tuch, das Schweißtuch, wer nimmt es mir ab? wer nimmt mich ab?

Last der Welt statt Nagel in den Lebenslinien kocht meinen Kopf.

Ach Veronika! Mein Größenwahn holt mich ein, jetzt bin ich also schon der Gekreuzigte. Oder ist es doch nur Klima, mein Gefühl eine Illusion des Wetters? Spielst du mir mit Barbara das alles nur vor, als kleines Turmtheater, in den berstenden Dachkammern, ihren ganzen Etagen?

Mit der Hitze baut sich einfach kein Verhältnis auf, ihre Erscheinung demonstriert nur den letzten Rest Widerstand, der sich in der Tat auflöst, die Wasser auf der Haut nachbildet.

Nichts scheint in der Lage sein, zu brennen, so ohne Körper im Wärmebad.
Delirium ist ein harsches Wort für das alles, aber es ist eben ein willensstarkes Erlebnis, weil es ab einem gewissen Punkt nicht mehr ertragen werden muss.

Meine Einbildungskraft übersteigt ihre Vorstellung von 40 Grad wohl nicht, sie ist zu schlapp.

Liebe schwelt.

(2830)

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