Präsidentschaftswahl in Frankreich: Ein Mikro-Kompendium

Vor etwas mehr als einem Monat habe ich mir bereits einen kleinen Überblick über die Wahl in den Niederlanden verschafft. Da er mir selbst ein klareres Urteilsvermögen ermöglichte – und dann auch noch mit einer Anti-Populismuswahl belohnt wurde – gibt’s heute das selbe Spiel nochmal für Frankreich.

Dort wird am Sonntag gewählt, die Bevölkerung Frankreichs sucht sich einen neuen Präsidenten – oder eine neue Präsidentin – aus. Vermutlich wird das Amt aber erst nach einer Stichwahl, die für den 7. Mai angesetzt ist, besetzt.

Allgemeines

… Zum Start bietet sich das umfassende Dossier des Informationsportals zur politischen Bildung der Landeszentralen für politische Bildung an -> Link

Das Wahlsystem

… Es wird in Frankreich mithilfe eines recht komplexen Wahlsystems gewählt, in dessen Endkonstellation die Rolle des Präsidenten/der Präsidentin nicht überschätzt, aber auch nicht unterschätzt werden sollte. Wie genau die kommenden Wochen in Frankreich ablaufen werden, zeigt dieses Video der NZZ -> Link

Die Anwärter

… Hauptanwärter auf das Amt sind der Liberale Emmanuel Macron und die Rechtspopulistin Marine Le Pen. Mit welchen Waffen sie versuchen auf Stimmenfang zu gehen – und bei wem – hat die NZZ ebenfalls erarbeitet -> Link

… daneben gibt es aber auch ganz andere Perspektiven, die der insgesamt 11 Anwärter auf das Amt. Zum Beispiel die von Philippe Poutou, Kandidat der Arbeiterpartei. Dessen Auftritt im TV-Duell um das neue Amt kann als hervorragendes Beispiel gelungener, nicht nur zynischer Systemkritik gelten -> Link

Frankreich und der Populismus

… Die Wahlen sind außerdem ein guter Grund, sich mit dem Begriff und der Theorie des Populismus auseinanderzusetzen und zu verstehen, wie solche Bewegungen funktionieren können (die Le Pens genauso wie die von Macron). Dazu könnte etwa diesen Aufsatz des (streitbaren) Populismusdenker Ernesto Laclau gelesen werden -> Link

… „Die Linken haben einfach den Neoliberalismus übernommen“. Ein Interview mit dem ja derzeit allgegenwärtigen Didier Eribon zeichnet (mal wieder) die Grundzüge seines Buches Rückkehr nach Reims nach und erzählt vom Wandel von Kommunismus zum Faschismus in der französischen (Halb-)Provinz -> Link

… John Oliver ordnet das Ganze schlussendlich nochmal international ein, reißt wie gewohnt herrliche Witze und liefert nebenbei noch ein differenziertes Portrait Macrons


P.S.: Ein wenig Geschichtskenntnis über Frankreich tut auch gut. Dazu als Einstieg das zugehörige Video des von mit seit ein paar Tagen regelrecht gehypten (aber schon länger wertvolle Beiträge liefernden) YouTube-Kanals Geography Now:

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