Dossier: Meine Woche vom 13. bis zum 19. März 2017

Sieben Tage, sieben Nächte. Einige Links.

Politik

  • In Belarus verstärken sich zurzeit Demonstrationen gegen einen umstrittenen Gesetzesentwurf, der Arbeitslose Geld an den Staat zahlen lassen will, wenn sie zu lange ohne sozialversicherungspflichtigen Job leben -> Link
  • Im Zuge der täglich neu einschlagenden Attacken aus Ankara vielleicht nicht absolut relevant, für mich aber ein bedeutend mieser Akt: Istanbul hat auf Geheiß von Erdoğan die Städtepartnerschaft mit Rotterdam aufgekündigt -> Link
  • Um zu verstehen, wie zerbombt und auseinandergerissen das Stadtbild von Aleppo aufgrund des syrischen Bürgerkriegs ist, projiziert die Webseite „Reprojected Destruction“ eine farblich aufgearbeitete Karte auf die Stadtbilder von London und Berlin -> Link
  • Außerdem erklärt die Washington Post in kompakten Grafiken sehr verständlich den neuen Budget-Plan des US-Präsidenten -> Link

Gesellschaft

  • Die Schriftstellerin Pieke Biermann lobt in schrecklichem Deutsch die „alternative facts“-Beraterin des US-Präsidenten Kellyanne Conway. Die blonde Barbie würde zeigen, wie starke Frauen, egal wie inkompetent sie sind, ein Vorbild für andere Frauen sind, weil sie in einer machtvollen Position auf das „Huren-Stigma“ des Patriarchats scheißen würden. Problem daran: Conway ist keine Hure oder eine die selbstbewusst so tut, um die Gesellschaft zu demaskieren – sie ist einfach nur verlogen. -> Link
  • Vorbildliches Leben kann man viel eher von Flüchtlingshelfer Geo Messmer lernen, das zeigt auch dieses Interview mit dem Münchener Merkur -> Link

Spendenhinweis der Woche

  • InkriT, das Berliner Institut für kritische Theorie, gibt hauptsächlich zwei großartige Publikationen heraus: Erstens die zweimonatliche Zeitschrift Das Argument sowie zweitens das HKWM, kurz für Historisch-Kritisches Wörterbuch des Marxismus. Spendet für funktionierende Kapitalismuskritik -> Link

Literatur

  • Der Dichter Derek Walcott ist mit 87 Jahren gestorben. Ich habe bislang nur die erste Veröffentlichung mit seinen Gedichten auf Deutsch – mit einigen englischen Versionen – gelesen, „Das Königreich des Sternapfels“. Eines der schönsten Bücher, die ich kenne. –> Link
  • Scheinbar ist auch die Szene der unabhängigen Magazine in politischer und gesellschaftlicher Aufruhe. Das suggeriert zumindest dieser sehr breit angelegte Bericht -> Link

Kunst

  • Dass Fotografie auch rein geometrisch und farblich große Kunst des Raums sein kann, beweist eine kurze, aber eindrucksvolle Serie minimalistischer Architekturfotografie -> Link

Video

  • Die Arbeit von Nico Semsrott verfolge ich schon seit mehreren Jahren. Leider konnte ich ihn bisher noch nicht live erleben. In der letzten Woche ging sein Beitrag zu fanatischem Verhalten in der heute-show viral – aber er kann noch wesentlich bissiger:

 

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