David Foster Wallace: Die leise, individuelle Rebellion

People hate people, not freedom.

Ohne es zu wollen, wird Wallace in diesem Interview (hier ganz zu sehen) zu einem Politiktheoretiker, der über eine Analyse der Gegenwartskultur zu Zukunftsprognosen gelangt.

Das Interview ist von 2003. Wovor Amerika in den nächsten Dekaden Angst haben sollte und wird, hat er ziemlich gut getroffen:

I’m most scared of us.

Und was wäre dagegen zu tun?

Viel, so seine Meinung. Nichts gewalttätiges jedoch, sondern Dinge wie Verringerung des Konsums, wenig TV, lieber 5-6 Stunden über Politik lesen als Wahlwerbungen zu schauen.

Nichts davon sei sexy oder interessant von außen. Nichts davon ist interessant – was gewalttätig für ihn meint – und gerade das erhofft er. Praktische, auf die Mitarbeit eines nicht-zentralisierten Kollektivs durchgeführte Rebellion im Kleinen.

Auch um diesen Wunsch kompakt zu fassen würde zum widerständigsten Begriff in meinen Überlegungen zurzeit greifen: Er hofft auf (geistige) Selbstermächtigung, die sich selbst immer wieder realisiert, Stück für Stück.

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