Theodor W. Adorno: „Kulturkritik und Gesellschaft“

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Noch das äußerste Bewußtsein vom Verhängnis droht zum Geschwätz zu werden.

Das Prisma der Betrachtung fängt im eigenen Kopf an. Es ist beeindruckend, wie schwer es geworden ist, eine andere Perspektive einzunehmen.

Vereinnahmung durch fremdbestimmte Ideen geschieht nicht von außen. Sie geschieht individuell.

Zugleich macht der Schein der Freiheit die Besinnung auf die eigene Unfreiheit unvergleichlich viel schwerer, als sie im Widerspruch zur offenen Unfreiheit war, und verstärkt so die Abhängigkeit.

Wenn scheinbare Freiheit und offene Unfreiheit zusammentreffen, ist es höchste Zeit. Es ist höchste Zeit.

Theodor W. Adorno: „Kulturkritik und Gesellschaft“. in: Prismen. Kulturkritik und Gesellschaft. S. 7-27.

Lesepensum: Eine knappe Stunde. Zu finden bei Suhrkamp, ZVAB und in wirklich jeder Unibibliothek und vermutlich auch jeder größeren Stadtbibliothek.

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